Mittwoch, 27. Oktober 2010

home sweet home

Jeden Tag wenn ich die Stufen zu unserem Haus hinaufsteige habe ich dieses Gefühl. Dieses Gefühl heißt, dass man zu hause ist. Man ist dort, wo man sich geborgen fühlt, wo man gerne ist und wo die Familie ist. Dieses Gefühl habe ich endlich seit langer Zeit wieder. Ich habe einen Ort, wo ich hingehöre und wo die Menschen sind, die ich liebe und die mich lieben. Ich kann dieses Gefühl nicht in Worte fassen, was es für mich bedeutet, als Teenager wahrgenommen zu werden. In Berlin wurde ich von meinen Eltern, wie ein kleines Kind behandelt, dass nicht erwachsen werden darf. Hier darf ich erwachsen seien. Sie geben mir die Freiheit, die ich brauche.
Manchmal gibt es Momente indenen ich mich frage, wie soll ich ohne meine neue Familie leben?! Ich bin gerne mit ihnen zusammen und kann mit ihnen reden. Vor circa drei Monaten hatte ich niemanden in meiner Familie mit dem ich reden konnte oder mit dem ich gerne Zeit verbracht habe. Man kann sagen, dass ich mich nie zu hause gefühlt habe. Mein Zuhause war das Nachtleben und meine Freunde (ich liebe euch so unbeschreiblich doll). Meine Eltern werden nie verstehen, warum ich mich so sehr verändert habe im letzten Jahr. Ich habe auch nicht mehr die Kraft es ihnen zu erklären. Sie wollten mich loswerden und das nur weil es Probleme gab. Einfach abschieben in ein betreutes Jugendheim. Ich, ein Fall fürs Sozialamt?! In tausend Jahren nicht.