Samstag, 25. Dezember 2010

Zeitmaschine?! Ja, gerne!

Warum tue ich es mir eigentlich an? Kann ich nicht einfach ohne ihn Leben? Vielleicht war es eine gute Idee ihm zu sagen, was falsch ist und wie es mir dabei geht, aber auf der anderen Seite frage ich mich, ob es eine gute Idee ist, wenn wir wieder zusammen sind. Wir haben uns beide verändert, aber ich erkenne ihn nicht wieder.
Wenn wir zusammen sind ist er die Person, die mir den schönsten Sommer geschenkt hat.

Seine Angst: Er muss es für mich aufgeben
Meine Angst: Ich werde ihn verlieren, für immer

Keine Antwort, kein Anruf
Stille, Trauer, Wut und Verwirrung
Die Zeit soll zurückgedreht werden
Die Zeit wird zeigen, was aus uns wird, ob es ein "uns" jemals wiedergeben wird


Sonntag, 19. Dezember 2010

Montag, 22. November 2010

eine treibende Masse

Über die Vergangenheit spricht man nicht und ich werde auch nicht mehr über das Vergangene sprechen. Es hat mich und Menschen, die ich sehr liebe Tränen gekostet. Tränen der Reue, der Verzweifelunng, der Angst und des Glücks.
Man wird andere Wege finden, um Spaß zu haben. Meinen Rückflug möchte ich noch nicht antreten, denn es wäre eine Niederlage. Dieser Teufel wird nicht mehr über mich siegen.
Es geht ohne, ich habe es am eigenen Körper gespürt. Jede Zelle meines Körpers habe ich gespürt. Das Adrenalin ist durch die Adern geschossen. Vom Kopf in die Füße. Hände in die Luft und schon raven wir mit der Menge. Es ist eng, nass und feucht. Meine Augen sind auf den Sänger gerichtet. Meine Hände greifen nach ihm. Sein Hemd ist offen. Die nackte Brust zu sehen. Er springt in die Luft, seine Augen blitzen und er schreit ins Mikrofon. Die Menge schreit. Ich schreie. ein Verlangen ist da, aber er ist zu weit entfernt.


Dienstag, 9. November 2010

3 Monate

Ich bin glücklich, mein Leben verläuft normal und auf das Feiern muss ich auch nicht verzichten. Bald werde ich mit den Kostümen fürs Musical anfangen und die Zeit wird weiter vergehen und bald ist Weihnachten.
Ich habe Angst vor diesen Tagen. In dieser Zeit werde ich meine Familie zum ersten Mal vermissen. Seit ich mich erinnere hatte ich nie einen Weihnachtsbaum und dieses Jahr werde ich einen haben und ich werde zum ersten Mal in meinem Leben zu Hause feiern und nicht an einem anderen Ort.
Trotzdem ist dieser Stich in meiner Seele, diese Stimme in meinem Kopf.
Warum?!
Ich will ihn zurück haben. Bilder reichen nicht mehr, um Sehnsüchte zu stillen. Träume sind nur eine Illusion.
Ich habe mir sowas immer gewünscht und trotzdem nie gehabt. Ich hatte alles andere, aber nie einen Zufluchtsort.
Danke, dass es diese wunderbare Familie gibt.


Donnerstag, 4. November 2010

Zeit

Mittlerweile ist es auch bei mir Herbst geworden und bald sind es drei Monate aus, aber es fühlt sich an, wie ein Monat. Die Erinnerungen an Berlin sind noch klar und ich habe sie alle vor Augen. Trotzdem habe ich gemerkt, dass ich langsam vergesse, wie es ist, sich von der Nachtluft treiben zu lassen. Diese Erinnerungen verblassen.
Wie ist das Gefühl jemanden zu küssen?
Ich weiß es nicht mehr.

Es ist, als wäre ich wieder drei Jahre alt und frage all diese Fragen meine Mutter. Die Veränderung ist zu spüren, aber ich bin nicht berreit dafür.



Mittwoch, 27. Oktober 2010

home sweet home

Jeden Tag wenn ich die Stufen zu unserem Haus hinaufsteige habe ich dieses Gefühl. Dieses Gefühl heißt, dass man zu hause ist. Man ist dort, wo man sich geborgen fühlt, wo man gerne ist und wo die Familie ist. Dieses Gefühl habe ich endlich seit langer Zeit wieder. Ich habe einen Ort, wo ich hingehöre und wo die Menschen sind, die ich liebe und die mich lieben. Ich kann dieses Gefühl nicht in Worte fassen, was es für mich bedeutet, als Teenager wahrgenommen zu werden. In Berlin wurde ich von meinen Eltern, wie ein kleines Kind behandelt, dass nicht erwachsen werden darf. Hier darf ich erwachsen seien. Sie geben mir die Freiheit, die ich brauche.
Manchmal gibt es Momente indenen ich mich frage, wie soll ich ohne meine neue Familie leben?! Ich bin gerne mit ihnen zusammen und kann mit ihnen reden. Vor circa drei Monaten hatte ich niemanden in meiner Familie mit dem ich reden konnte oder mit dem ich gerne Zeit verbracht habe. Man kann sagen, dass ich mich nie zu hause gefühlt habe. Mein Zuhause war das Nachtleben und meine Freunde (ich liebe euch so unbeschreiblich doll). Meine Eltern werden nie verstehen, warum ich mich so sehr verändert habe im letzten Jahr. Ich habe auch nicht mehr die Kraft es ihnen zu erklären. Sie wollten mich loswerden und das nur weil es Probleme gab. Einfach abschieben in ein betreutes Jugendheim. Ich, ein Fall fürs Sozialamt?! In tausend Jahren nicht.